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Jahresabschluss des CEAG-Konzerns 2002
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| 16.04.2003 |
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| Jahresabschluss des CEAG-Konzerns 2002 |
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Presseinformation:
CEAG AG legt Jahresergebnis 2002 vor:
Nach Restrukturierung Turnaround anvisiert
- Jahresergebnis durch Einmaleffekte für Restrukturierung belastet
- Strategische Neuausrichtung bereits im vierten Quartal mit positiver Wirkung
- Business Units FMP und FPS auf Wachstum programmiert
Ostbevern/Bad Homburg v. d. Höhe, 16.04.2003.
Im Zuge ihrer strategischen Neuausrichtung implementierte die CEAG AG im abgelaufenen Geschäftsjahr ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm. Zusätzlich unterstreicht die offensive Umsetzung von Kosteneinsparungen das Ziel der CEAG, in die Gewinnzone zurück zu kehren.
Schon im vierten Quartal 2002 zeigten die umgesetzten Maßnahmen erste Erfolge. Das EBIT (vor Zinsen und Steuern) war – bereinigt um die Restrukturierungsaufwendungen –mit 0,7 Mio. Euro wieder positiv. Dies festigte die Zielvorgabe, den anvisierten Turnaround zu realisieren.
Restrukturierung, Währungsverluste und die Neubewertung latenter Steuern belasten Jahresergebnis 2002
Der kostenintensive Umbau belastete das Ergebnis erheblich. Der CEAG-Konzern weist ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von minus 16,1 Mio. Euro aus (Vj: - 2,9 Mio. €). Darin sind Restrukturierungsaufwendungen von insgesamt 12,9 Mio. Euro enthalten. Bereinigt um diese Einmaleffekte liegt das EBIT (vor Restrukturierung) bei minus 3,2 Mio. Euro (Vj.: - 1,7 Mio. €).
Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag bei minus 17,6 Mio. Euro. Einschließlich des Ertragsteueraufwands von 7,5 Mio. Euro, im Wesentlichen aufgrund der Neubewertung der aktivierten latenten Steuern gemäß IAS 12, weist der Konzern für 2002 einen Jahresfehlbetrag von 25,1 Mio. Euro aus.
FRIWO-Ladegeräte für Handys – Garant für Absatzerfolg
CEAG setzte im abgelaufenen Geschäftsjahr 122,6 Millionen Netz- und Ladegeräte der Marke FRIWO weltweit ab – gegenüber 2001 (107,8 Mio. Einheiten) ein Plus von rund 14 Prozent.
Absatzstärkste Produkte waren die hochvolumigen Netz- und Ladegeräte für Handys, schnurlose Telefone und mobile Telekommunikationsanwendungen aus der Business Unit FMP (FRIWO Mobile Power). Sie legten im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf 116,5 Millionen Einheiten zu. Allein im Kernsegment Mobiltelefone setzte FMP 113,9 Millionen Ladegeräte ab – ein Zuwachs von 21 Prozent gegenüber 2001. Damit steigerte das Unternehmen seinen Weltmarktanteil nochmals kräftig auf 27 Prozent (Vj: 23,5 %).
Die Geschäftseinheit FPS (FRIWO Power Solutions), die Netz- und Ladegeräte für die Bereiche IT/Kommunikation, Medizintechnik, mobile Werkzeuge und industrielle Anwendungen produziert, entwickelte sich aufgrund ihrer höheren Konjunkturabhängigkeit mit ca. 6 Mio. Einheiten rückläufig. Absatzverluste mussten hier vorrangig auf dem Binnenmarkt und dem europäischen Power Supply-Markt hingenommen werden.
Umsatz durch anhaltenden Preisdruck und Währungseffekte beeinträchtigt
Der Konzernumsatz betrug 2002 insgesamt 191,4 Mio. Euro und lag damit um 10,5 Prozent unter dem Vorjahr (213,8 Mio. €). Währungsbereinigt lag der Umsatz 6 Prozent unter Vorjahresniveau. Die positive Absatzentwicklung konnte sich – wie schon an den Quartalsumsätzen in 2002 ablesbar – auch im Jahresumsatz nicht positiv niederschlagen.
FMP erzielte einen Umsatz von 149,1 Mio. Euro, knapp 11 Prozent weniger als im Vorjahr (166,8 Mio. €) und hatte damit einen Anteil von 78 Prozent am Konzernumsatz. Durch Preissenkungen, Mixeffekte und Wechselkursverluste wurde das beachtliche Absatzplus überkompensiert.
Die Geschäftseinheit FPS lag mit einem Umsatz von 42,3 Mio. Euro 10 Prozent unter Vorjahresniveau (47,0 Mio. €). Hier wirkte sich die starke Konjunktursensibilität des niedrigvolumigen Produktportfolios und die rückläufige Nachfragetätigkeit negativ aus. Dennoch konnte FPS sich in Europa mit einem Umsatzminus von 9 Prozent im Vergleich zur Marktentwicklung – die bei minus 25 Prozent lag – noch relativ gut behaupten (Quelle: EURO PSS, 2003).
Business Units FMP und FPS – robust für die Zukunft
Bei der Restrukturierung spielte die Aufteilung der Geschäftsfelder in zwei voneinander unabhängig operierende Business Units eine zentrale Rolle. Damit reagierte die CEAG auf die zunehmend unsicheren konjunkturellen Rahmenbedingungen. Unter dem Motto 'schnell, flexibel und profitabel' gaben die Maßnahmen aus dem Restrukturierungsprogramm SPRINT die Neugestaltung der Kapazitäts-, Standort- und Vertriebsstrukturen vor.
In der Geschäftseinheit FMP konzentriert das Unternehmen das Kerngeschäft mit Netz- und Ladegeräten in hohen Volumenanforderungen. Die gesamte Fertigung wurde in die flexiblen und kosteneffizienten chinesischen Standorte verlagert. Nahe Peking wird ein drittes Werk errichtet, dass 2004 die Produktion aufnimmt.
Mit FPS werden wesentlich fragmentiertere Märkte bedient; die laufende Optimierung des FPS-Produktportfolios steht unter der Maßgabe, die Komplexität der einzelnen Produktgruppen markt- und kundenorientiert zu reduzieren. Durch die Entscheidung, die Produktionsstandorte in Mexiko (Chihuahua) und USA (Colorado Springs) zu schließen und die Fertigung nach China zu verlagern, bekommt diese Geschäftseinheit eine schlanke Struktur. Am Standort in Ostbevern hatte die Kapazitätsanpassung ebenfalls Stellenabbau zur Folge.
Zusätzlich wurde der Aktionsradius beider Business Units durch den Ausbau der Sales- und Marketingaktivitäten und die Straffung der Vertriebsstrukturen nachhaltig gestärkt.
Auch das vor zwei Jahren eingeführte Kostenführerschaftsprojekt STEP trug entscheidend zur Konsolidierung bei: 2002 summierten sich die realisierten Einsparungen auf rund 23 Mio. Euro (2001: 20 Mio. €).
Ausblick: Weichen für Turnaround gestellt
"Wir haben die Herausforderung, einen neuen Weg zu gehen, angenommen. Mit der Umsetzung unseres Restrukturierungsprogramms SPRINT haben wir die wesentlichen Voraussetzungen für nachhaltige Profitabilität und Wachstum geschaffen. Wir sind damit unserem Ziel, den angepeilten Turnaround im laufenden Geschäftsjahr zu realisieren, einen großen Schritt näher gekommen", so das Fazit von Rolf Endreß, Vorsitzender des Vorstands der CEAG AG, auf der heutigen Bilanz-Pressekonferenz in Frankfurt.
CEAG AG
Die im Prime Standard notierte CEAG AG, Holding der FRIWO Group mit Sitz in Bad Homburg und Headquarter in Ostbevern/Westfalen, ist mit der Marke FRIWO und einem Marktanteil im Jahr 2002 von 27 Prozent der weltweit führende Anbieter von Ladegeräten für Mobiltelefone. Neben dem hochvolumigen Markt der Telefon- und IT-Technologie (FRIWO Mobile Power, FMP) werden individuelle Netz- und Ladegeräte für die vier Segmente: IT&Kommunikation, mobile Werkzeuge, industrielle Anwendungen und Medizintechnik (FRIWO Power Solutions, FPS) gefertigt. Im Geschäftsjahr 2002 betrug der Konzernumsatz 191,4 Mio. Euro. Weltweit wurden über 8.700 Mitarbeiter beschäftigt. Mit modernen Entwicklungszentren, Fertigung und Vertrieb in Europa, Asien und Amerika ist die CEAG AG/FRIWO Group in allen wichtigen Märkten der Welt präsent. Hauptgesellschafter mit fast 77 Prozent des Aktienkapitals ist die DELTON AG.
DELTON AG
Die DELTON AG, Bad Homburg, bündelt unternehmerische Investments ihres Alleinaktionärs Stefan Quandt. Als strategische Management-Holding führt DELTON neben der CEAG AG (Stromversorgung) wertschaffende unternehmerische Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Logistik, Arzneimittel und Haushaltsprodukte. Damit engagiert sich das Unternehmen in klar definierten Segmenten zukunftsorientierter Wachstumsmärkte, in denen im internationalen Maßstab eine marktführende Position bereits eingenommen oder angestrebt wird. Nach einer großen Akquisition im Jahr 2002 im Bereich Logistik wird für das Jahr 2003 mit insgesamt über 20.000 Mitarbeitern ein Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro erwartet.
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